Infektionskrankheiten werden zwischen Personen am häufigsten über das Atmungssystem übertragen.

Eine hustende, niesende oder selbst auch nur sprechende infizierte Person schleudert winzige Partikel mit ansteckenden Teilchen in die Luft. Diese haben einen Durchmesser von 0,1-0,5 µm und können, von der Umgebung abhängig, etliche Stunden schwebend in der Luft bleiben. Etwa 3000 Tröpfchen werden durch einen einzigen Huster, fünfminütiges Sprechen oder einminütiges Singen erzeugt.

Ein Nieser verursacht allerdings ein Vielfaches mehr (Zehntausende), bei dem die Teilchen bis zu 3 m geschleudert werden können. Die größte Gefahr geht von Teilchen mit 0,5 µm Durchmesser aus.

Die Luftfilter, die üblicherweise in Luftfiltrationsanlagen medizinischer Einrichtungen zum Einsatz kommen, haben einen hohen Wirkungsgrad bei der Beseitigung von luftgetragenen Teilchen. Die Mindestanforderung für eine Station zur Behandlung von infizierten Personen wären ein F7-Filter als Vorfilter und F9-Filter als Endfilterstufe gemäß DIN EN 779. Einige Zonen in dieser Station werden durch zusätzliche HEPA-Filterstufen geschützt sein.
Der Anfangsabscheidegrad eines F9-Filters für Korngrößen zwischen 0,1 und 0,5 µm liegt bei über 80 %.


