Formaldehyd ist in vielen Haushaltsgegenständen und Baumaterialien zu finden. Außerdem wird es als Konservierungsstoff in Arzneimitteln, Kosmetika und Parfümen verwendet. Es wird auch in Harzen zum Verkleben von Leimholzen und als Lösungsmittel beim Textilfärben und in Papierprodukten eingesetzt. Ferner tritt Formaldehyd als Verbrennungsnebenprodukt auf, besonders bei Dieselmotoren.
In neuen oder gerade renovierten Gebäuden können Formaldehydkonzentrationen derart hoch sein, dass sie Reizungen (z. B. der Schleimhäute) verursachen. Durch gute Belüftung kann sichergestellt werden, dass die Formaldehyddämpfe auf ein ungefährliches Niveau gemindert werden.
Formaldehyddämpfe wirken als Reizstoffe der Bindehaut und des oberen und unteren Atemtraktes. Die Symptome, wie z. B. Brennen oder Kribbeln in Augen, Nase und Hals, Husten, sind vorübergehend und hängen von der Schwere und Dauer der Aussetzung ab. Akute Reaktionen auf diese betont beißend riechenden Dämpfe sind mit Überempfindlichkeit verbunden. Schätzungsweise 10 bis 20% der Bevölkerung, einschließlich Asthmatiker, haben überempfindliche Atemwege, die sie anfälliger für die Wirkung des Formaldehyd machen.


